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Luise Büchner

Luise Büchner 3Die Darmstädterin Luise Büchner (1821-1877) gehörte zu den ersten Frauenrechtlerinnen in Deutschland. In ihrem 1855 erschienenen Werk, „Die Frauen und ihr Beruf“, setzte sie sich für eine gleichwertige Ausbildung von Mädchen und Jungen sowie für eine qualifizierte Berufsausbildung von Frauen ein. Auch forderte sie die Einstellung von Lehrerinnen an Mädchenschulen anstelle von Theologen, die in der Regel außer Religion kaum anderen Unterrichtsstoff  den Schülerinnen vermittelten.

Zusammen mit Prinzessin Alice von Hessen und bei Rhein (1843-1878)  gründete Luise Büchner 1867 in Darmstadt mehrere Frauenvereine, die weit über die Grenzen von Hessen-Darmstadt hinaus bekannt wurden. Diese Vereine boten jungen Frauen eine qualifizierte Berufsausbildung als Krankenschwester, Handarbeitslehrerin, Buchhalterin oder Kindergärtnerin. Zur Hebung der Allgemeinbildung organisierte Luise Büchner in ihrer Wohnung und später im Alice-Lyceum Weiterbildungskurse für Mädchen und Frauen in Geschichte, Literatur und Naturwissenschaften.

Luise Büchner war auch schriftstellerisch tätig: sie schrieb Gedichte, Erzählungen, Reisebeschreibungen  und Theaterstücke.

Hochverehrt starb die Darmstädter Frauenrechtlerin am 28. November 1877 in ihrer Geburtsstadt. Sie hat ein Ehrengrab auf dem Alten Friedhof.

 

Luise Büchners Werke (Auswahl):

Aus dem Leben. Erzählungen aus Heimath und Fremde, Leipzig 1861.

Das Schloß zu Wimmis. Roman, Leipzig 1864.

Deutsche Geschichte von 1815 – 1870, 20 Vorträge gehalten in dem Alice-Lyceum zu Darmstadt, Leipzig 1875.

Dichterstimmen aus Heimat und Fremde. Für Frauen und Jungfrauen ausgewählt von Luise Büchner, Frankfurt am Main 1859.

Die Frau. Hinterlassene Aufsätze, Abhandlungen und Berichte zur Frauenfrage,  Halle 1878.

Die Frauen und ihr Beruf. Ein Buch der weiblichen Erziehung, 1. Auflage (ohne Verfassernamen) Frankfurt am Main 1855; 2. verbesserte Auflage Frankfurt am Main 1856 [Vorwort zur zweiten Auflage mit vollem Namen unterschrieben]; 3. Auflage Hamm 1860;
4. vermehrte und  verbesserte Auflage,  Leipzig 1872;  5. Auflage (posthum 1884).

Frauenherz. Gedichte, Berlin 1862.

Clara Dettin. Erzählendes Gedicht, Leipzig 1874.

Nachgelassene belletristische und vermischte Schriften, Frankfurt am Main 1878.

Über weibliche Berufsarten, Darmstadt 1871.

Weibliche Betrachtungen über ein weibliches Thema, Darmstadt 1868.

Weihnachtsmärchen, Glogau 1867.

„Gebildet, ohne gelehrt zu sein“: Essays, Berichte, Briefe von Luise Büchner, ausgewählt und vorgestellt von Margarete Dierks,  Darmstadt 1991.

Termine
Die Freiheit der Emma Herwegh 24.10.2017 19:00 - 21:00 — Literaturhaus, Kasinostraße 3, 64293 Darmstadt
Vorstellung der Jubiläumsschrift zur Gründung der Alice-Vereine vor 150 Jahren 30.10.2017 18:00 - 20:00 — Haus der Geschichte, Vortragssaal, Karolinenplatz 3
Der Brief des Zauberers 17.11.2017 19:00 - 21:00 — Literaturhaus, Kasinostraße 3, 64293 Darmstadt
Kommende Termine…
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